Editorial

Kaum werden die ersten Kerzen angezündet und der kommerzielle Weihnachtsstress läuft an, beginnen auch besinnlichere Rückblicke auf gute frühere Zeiten und liebliche Kindheitserinnerungen.

Einen nicht unwichtigen Beitrag dazu leistet in diesem Jahr Branchen-Primus Märklin mit einer recht aufwändigen Werbekampagne samt entsprechendem Internet-Auftritt für eine eigentlich recht simple Startpackung. Was daran besonders fasziniert – die offenbar recht hohe Nachfrage nach dem emotionalen Werbefilm führte dazu, dass er einem sehr oft im Netz begegnet und so vielen Menschen wieder zu einem Erstkontakt mit einem immer noch spannendem Hobby bringt.

Das gerade Märklin noch für einige wegweisende Überraschungen gut ist, zeigt sich mit einigen gerade in der Auslieferung befindlichen Neuheiten. Stellt die bereits länger angekündigte deutsch-tschechische BR 102/380 ein Achtungssignal für die Moderne und den tschechischen Markt dar, verdient die Überraschungsneuheit der durch Umbau einer französischen 241 entstandenen DR 08 1001 mit Kohlenstaubfeuerung ein ganz besondere Erklärung dar – bislang waren (D)DR-Miniaturen von Märklin nur dann relevant, wenn sie sich über mehrere Epochen und auch im Westen einsetzen ließen, wie die Ludmillas oder die Baureihe 143 sowie die Baureihe 01.5. Das Modell war schnell werksseitig vergriffen.

Doch ganz gleich welcher Fraktion Sie angehören – nutzen Sie die anstehenden hoffentlich etwas ruhigeren Tage am Jahresende, um mit Ihren Kindern oder Enkeln das Hobby Modelleisenbahn neu zu entdecken. Ob beim Bauen von Häusern und Landschaften oder Austüfteln neuer Schaltungen und Steuerungen liegt in Ihrem Ermessen. Wir werden Sie auf jeden Fall auch im kommenden Jahr regelmäßig mit Beiträgen im Netz und in den einzelnen Ausgaben begleiten.

Eine besinnliche Weihnachts- und Modellbahnzeit wünscht Ihnen

Ihr Michael Kratzsch-Leichsenring
Herausgeber und Chefredakteur