Editorial

Der Winter kann kommen…

Die traditionelle Zeit fürs Hobby

Beinahe traditionell beginnt mit Weihnachten wieder die Zeit der intensiveren Beschäftigung mit dem Hobby Modelleisenbahn. Leider auch in diesem Jahr noch immer unter den Vorzeichen der sich aktuell wieder verschärfenden Corona-Situation. Dabei waren gerade seit wenigen Monaten wieder Messen und Ausstellungen möglich (Leipzig, Friedrichshafen, Dortmund), vieles steht nun wieder auf dem Prüfstand und muss ausfallen. Oder kann nur stark eingeschränkt stattfinden.

Trotzdem fallen – erfreulicherweise – die Zahlen der Enthusiasten nicht weiter in den Keller. Stattdessen haben wieder viele Menschen die Vorzüge des kreativen Hobbies Modelleisenbahn für sich entdeckt und es ist in vielen Familien wieder ein generationenverbindendes Element. Ob auf allen modellbauerischen Kreationen immer Züge fahren müssen, steht dabei auf einem anderen Blatt. Oder es ergeben sich gerade durch die Digitalisierung Anknüpfungspunkte, die sonst nicht existierten. So erlebt in Friedrichshafen: Das junge Vereinsmitglied kann mit der Begeisterung der älteren für die Feinheiten an den Dampflokmodellen wenig anfangen. Seine Welt sind, wenn überhaupt, moderne Bahnen. Aber es ist eben reizvoll, Bewegungsabläufe auf dem Betriebsdiorama so zu gestalten, dass jede Lok beispielsweise passgenau unter dem Kohlebunker steht, egal welche Baureihe. Oder dass zur Tankstelle nur Dieselloks und Triebwagen fahren…

Zu unserem großen Bedauern stockt das Erscheinen neuer Ausgaben noch immer: Unser Verlagspartner hat die seit mehr als einem Jahr andauernde Ausnahmesituation wirtschaftlich leider nicht überstanden, was die Suche nach neuen Partnern nötig machte, einschließlich der rechtlich sauberen Schritte für den Vertrieb. Hinzu kommen aktuell Lieferengpässe bei Papier. Wir sehen uns aber auf der Zielgeraden, in Kürze wieder regulär starten zu können und unsere Abonennten und Leser wieder regelmäßig mit Informationen nicht nur in Form von Blogs und Beiträgen auf der Website und den Social-Media-Kanälen zu versorgen, sondern auch mit den geschätzten Printausgaben.

Erfreuen Sie sich in der Zwischenzeit an den trotz allen Widrigkeiten auch für die Hersteller (Mangel an Decodern, Motoren, elektronischen Bauteilen etc.) ausgelieferten Neuheiten bei Fahrzeugen und Bausätzen. Oder versuchen Sie sich an den verschiedenen Facetten des aktuellen Themas Winter. Anregungen finden sich ja in unserem entsprechenden Themenheft zur Genüge. Sollten Sie es noch nicht besitzen, können Sie es entweder unter der Rubrik Bezug bestellen oder aber in den entsprechenden Streamingdiensten Yumpu und Readly lesen.

In der Hoffnung auf ein besseres 2022 und neue Kontakte auf dann wieder möglichen Messen verbleibt

Ihr Michael Kratzsch-Leichsenring
Herausgeber und Chefredakteur